Gefahren im Urlaub

Der NÖ Zivilschutzverband berät Sie gerne.

Urlaubszeit – die vermeintlich schönste Zeit des Jahres. Im Hochgefühl des lang ersehnten Jahresurlaubs kommt es schon einmal vor, dass Urlauber nicht so viel Wert auf Sicherheit legen, wie es nötig wäre. Plötzliche Krankheit, gestohlene Reisekassen, aufgebrochene Autos oder der Einbruch im verlassenen Zuhause können die Urlaubslaune schnell vermiesen. Und die Gefahren lauern nicht erst im Ausland –auch in Österreich arbeiten professionelle Kriminelle mit immer raffinierteren Tricks, um zum Ziel zu kommen.

Kein Leichtsinn während der Reisestopps mit dem Auto
Ganz allgemein gilt bei Urlaubsreisen mit dem eigenen Fahrzeug: Vorsicht an Raststätten und Tankstellen beim Zwischenstopp! Wer sein Auto verlässt und unbeaufsichtigt zurücklässt, sollte den Wagen grundsätzlich abschließen und das Lenkradschloss einrasten lassen. Nach der Rückkehr könnte sonst eine böse Überraschung drohen: Entweder haben Langfinger etwas aus dem Auto stibitzt (vielleicht sogar die ganze Reisekasse) oder gleich den ganzen Wagen geklaut.
Handys, Portemonnaies und andere Wertgegenstände haben auf der Armaturenablage oder auf den Sitzen nichts zu suchen. Am besten ist, sie werden mitgenommen oder zumindest nicht sichtbar verstaut. Reisetasche, Koffer oder Rucksack bieten sich als vorübergehendes Staufach an. Handschuhfächer sollte der Reisende dagegen meiden, denn sie sind kein „Ersatzsafe”.
In Osteuropa kommt es nach wie vor verstärkt auch zu Autodiebstählen. Besonders deutsche Marken sind stark begehrt. Fahrzeuge sollten daher immer auf seriösen, bewachten Parkplätzen abgestellt werden – am besten am Hotel selbst. Gewarnt wird auch vor Betrügern, die in abgeschiedenen Gegenden am Straßenrand eine Autopanne vortäuschen, um hilfsbereite Reisende zu überfallen. Rasten Sie möglichst nur auf belebten Plätzen!
Über die Website des österreichischen Außenministeriums („Bundesministerium für Europa, Integration und Äußeres“, www.bmeia.gv.at) können sich Reisende ausführlich über ihr Urlaubsland informieren. Das Außenministerium prüft potenzielle Reiseziele auf innere Stabilität, die politische, ökonomische und ökologische Lage (droht etwa demnächst eine Naturkatastrophe?) und auf akute Gefahren für Touristen aus westlichen Staaten. Interessant: Offizielle, kurzfristige Reisewarnungen des BMEIA können zur Folge haben, dass der Reiseveranstalter eine kostenfreie Stornierung der Reise akzeptieren muss.

Erdbeben, Terror und bissige Elche: Andere Gefahren im Urlaub
Neben den offiziellen Reise- und Sicherheitswarnungen des Außenministeriums lauern auf Urlauber auch ganz „normale“ Risiken. Grundsätzlich gibt es für Urlauber verschiedene Arten von Gefahren:
• Krankheiten vor Ort im Reiseland: Gravierende Unterschiede gibt es hier zwischen Mann und Frau. Während Frauen auf Reisen am häufigsten an Magen-Darm-Erkrankungen leiden, sind Männer öfter von Krankheiten betroffen, die von Insekten übertragen werden. Ein Grund dafür könnte das weniger risikobewusste Verhalten von Männern sein, wenn es um Insektenschutz geht
• Probleme durch Nahrungsmittel oder Hygiene („Montezumas Rache“)
• Unverträglichkeit anderer Klimazonen (Hitzschlag in den Tropen, Erfrierungen in kalten Gegenden)
• die medizinische Infrastruktur vor Ort der Zugriff auf das dortige Gesundheitssystem (vor allem in unterentwickelten Ländern)
• die Sicherheit im Straßenverkehr, Unfälle, andere Sicherheitsstandards, evtl. freie Wildtiere
Diese Gefahren sind aber nur dann eine wirkliche Bedrohung, wenn man schlecht vorbereitet ist oder die Risiken nicht kennt. Wer sich im Vorfeld seiner Reise gut informiert und sein Verhalten entsprechend anpasst, reist sicherer und damit auch entspannter.

Gesundheitsrisiko Fernreise
„Impfen nützt, Impfen schützt.“ Mit diesem Slogan sollte sich jeder Fernreisende vor Reiseantritt ausgiebig beschäftigen. Reiseexperten raten vor allem, sich gegen Diphtherie, Tetanus und Polio impfen zu lassen. Alle weiteren Impfungen richten sich dann nach dem Ziel und der Art der Reise sowie nach dem individuellen Gesundheitszustand. Vor Reiseantritt empfehlen wir daher, sich in Bezug auf das Reiseland über den entsprechend erforderlichen bzw. jeweils aktuell empfohlenen Impfschutz näher zu informieren. Hierzu stehen Ihnen zum Beispiel die Webseiten des österreichischen Außenministeriums (www.bmeia.gv.at), des deutschen Robert-Koch-Instituts (www.rki.de/DE/) sowie des ebenfalls deutschen Bernhard-Nocht-Instituts für Tropenmedizin (www.bnitm.de) zur Verfügung.

Zu den wichtigsten Impfungen bei Fernreisen gehören Impfungen gegen Gelbfieber, Typhus, Tollwut, Cholera, Hepatitis A und B, Kinderlähmung sowie die Malariaprophylaxe. Eine Impfung gegen Gelbfieber ist zum Beispiel besonders bei Reisen in bestimmte Gebiete Afrikas und Südamerikas notwendig und gilt in manchen dieser Länder sogar als Einreisebestimmung. Wer eine Reise nach Afrika, Asien oder in bestimmte Teile Nordamerikas plant, für den sind Impfungen gegen Tollwut und Typhus unverzichtbar. Während Typhus heilbar ist, verläuft Tollwut immer tödlich, sofern die Betroffenen nicht sofort behandelt werden können. In Indien, Pakistan, Nigeria oder Afghanistan ist eine Impfung gegen Kinderlähmung sinnvoll. Ansteckungsherd sind in der Regel verseuchte Nahrungsmittel oder Wasser, sodass Trekkingreisende hier besonders gefährdet sind.

Sind Risikosportarten im Urlaub versichert?
Man glaubt es kaum, doch vergleicht man die Unfallzahlen, heißt es: Wer im Urlaub auf den Adrenalinkick via Bungee-Jumping, Rafting & Co. steht, ist dabei immer noch sicherer aufgehoben als beim Fußballspielen zu Hause. Doch sind Extremsportarten im Urlaub überhaupt versichert?

Ja, der richtige Versicherungsschutz deckt auch diese Extremsportarten ab.

Entgegen vieler Meinungen sind grundsätzlich auch Unfälle bei Extremsportarten über eine private Unfallversicherung abgesichert. Wer sich also bei einem Tandem-Fallschirmsprung oder beim Downhill-Fahrradfahren verletzt, erhält die im Vertrag vereinbarten Leistungen. Ausgeschlossen sind lediglich Rennen (und dazugehörige Übungsfahrten) mit Motorfahrzeugen, bei denen es auf die Erzielung von Höchstgeschwindigkeiten ankommt oder das Sportfliegen. In dem Moment, in dem eine Fluglizenz nötig ist, ist der Sport nicht mehr über eine Standard-Unfallversicherung abgedeckt. Aber auch diese Sportarten sind mit einer speziellen Unfallversicherung versicherbar. Wenden Sie sich an das Versicherungsunternehmen Ihres Vertrauens!


HAUSER Thomas                                                                                                    HIEMETSBERGER Reinhold
Landesgeschäftsführer
                                                                                        Zivilschutzbeauftragter
Niederösterreichischer Zivilschutzverband                                                        der  Marktgemeinde St. Gerogen/Y.
Langenlebarnerstrasse 106                                                                                    Marktstraße 30
3430 Tulln                                                                                                                   3304 St. Georgen/Y.
02272/61820 28                                                                                                        07473/2312 10
02272/9005 13198
thomas.hauser@noezsv.at                                                                                    reinhold.hiemetsberger@st-georgen-ybbsfelde.gv.at